JES Nordrhein-Westfalen e.V.

Aktuelles

Fragebogen zu möglichen Nebenwirkungen einer Methadon-Substitution

12.08.2004

Seit vielen Jahren gehört die Substitution mit Methadon zum Standard einer effektiven und sinnvollen medizinischen Behandlung von DrogenkonsumentInnen. Wir wünschen uns nicht nur dass dies im Sinne der PatientInnen erhalten und ausgeweitet wird, sondern auch eine Normalisierung und Gleichstellung mit anderen PatientInnengruppen.

In den letzten Jahren häufen sich aber auch Erkrankungen und Symptome unter (Methadon-) Substituierten, die sich oft wiederholen. Es mangelt hierzu an Langzeituntersuchungen, inwieweit Methadon selbst, oder auch die zugefügten Konservierungs-, Verdickungsmittel u.a. hierbei tatsächlich eine Rolle spielen könnten.

In einem ersten Schritt wurden bereits einige Substitutions-Schwerpunktpraxen angeschrieben und um deren Einschätzung gebeten. Am wichtigsten ist uns jedoch die Beurteilung der Substituierten selbst. Deshalb freue ich mich, wenn der Fragebogen kopiert und weit gestreut wird, damit ein grösstmöglicher Rücklauf bei der Beantwortung der Frage helfen kann.

Da wir keine Aus- und Bewertung auf einer medizinisch-wissenschaftlichen Basis erheben wollen und können, ist das Ziel der Fragebögen ganz banal. Sie sollen bei der Beantwortung der Frage helfen, ob das Themenfeld für Substituierte selbst ein Thema ist. Deshalb und um nicht unnötig Argwohn zu erzeugen, wurden bewusst Fragen nach bestehenden HCV/HIV-Infektionen, nach Beikonsum und Medikamenteneinnahme unterlassen, die in einer wissenschaftlichen Studie sicherlich von Bedeutung wären.

Der Fragebogen soll anonym bleiben und fragt lediglich das erforderliche Minimum ab. Oftmals werden die Zeichen gar nicht in Verbindung mit der Substitution gebracht und isoliert behandelt. Deshalb auch die Bitte sämtliche Symptome zu notieren, auch wenn sie - wie z.B. häufige Kopfschmerzen oder sehr trockene, schuppige (Kopf-) Haut zunächst nicht unmittelbar damit in Verbindung gebracht werden können.

Die Substitution soll keineswegs in Misskredit gebracht werden. Sollte der Rücklauf und damit das Interesse der Substituierten hoch sein, wird über das weitere Vorgehen erneut beraten werden. Eine Vorlage unserer Ergebnisse bei EntscheidungsträgerInnen ist nicht vorgesehen.

Herzlichen Dank für die Mitarbeit!

Imke Sagrudny
JES NRW
AIDS-Hilfe NRW e.V.
Hohenzollernring 48
50672 Köln
T: 0221.92 59 96-14
F: 0221.92 59 96-9
imke.sagrudny@nrw.aidshilfe.de


Der Fragebogen steht hier als kleine PDF zum Download bereit.